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S-Serie: Aluminium-Elektrolytkondensatoren der alten Schule

Mit den Aluminium-Elektrolytkondensatoren der S-Serie hat FTCAP echte Oldtimer im Portfolio: Dieser Typ wird heutzutage kaum mehr gefertigt. Die Besonderheit ist das Gewinde, das die Befestigung zum Beispiel an einer Montageplatte erlaubt. Die Kondensatoren werden heute vor allem in der Bahntechnik als Ersatzteile nachgefragt.

Aluminium-Elektrolytkondensatoren S-Serie

FTCAP, seit 2018 Teil der Mersen Gruppe, ist einer der letzten Hersteller, die noch Kondensatoren dieser Bauart anbieten. Diese Modelle stammen aus einer Zeit, in der es noch keine Platinen gab, auf der heutzutage die meisten Kondensatoren montiert werden. Das Gewinde der S-Typen erlaubte eine Verschraubung direkt auf einer Montageplatte.

Als Ersatzteile sind diese Aluminium-Elektrolytkondensatoren nach wie vor begehrt – sie werden vor allem in der Bahntechnik nachgefragt. Diese Modelle sind unter anderem zahlreich in älteren Relais-Stellwerken verbaut, wo sie für den reibungslosen Betrieb der Schalt- und Verknüpfungskomponenten sorgen. Aber auch in Röhrenradios oder -verstärkern können sie zum Einsatz kommen. Vor einigen Jahren spendete FTCAP Kondensatoren der Serie S für einen Zuse-Computer des Typs Z-22 aus dem Jahr 1959 – einer der ersten Computer, die kommerziell erhältlich waren. Eines von drei Modellen weltweit ist heute noch an der Fachhochschule Suderburg im Einsatz – dank der Kondensatoren von FTCAP.

Die S-Serie umfasst drei Modelle – neben der Standard-Ausführung die Serie SZ mit Doppel- oder sogar Dreifach-Kapazitäten sowie die Serie SH für höhere Temperaturen bis 105 °C. Auch bei diesen alten Modellen wäre eine kundenspezifische Anpassung durchaus denkbar: Ein Kondensator dieser Bauart ließe sich durchaus mit den heute gängigen großen Kapazitäten und hohen Spannungsfestigkeiten realisieren.